Gamstädter gewinnen zweimal bei Kreisausscheid

Wettbewerb mit 17 Mannschaften aus neun freiwilligen Feuerwehren. Teilnehmer im Alter von sechs bis 18
 

Aus Gamstädt im Osten des Landkreises Gotha kommen die Siegermannschaften beider Altersgruppen. So konnte gleich ein gemeinsames Siegerfoto entstehen, hier mit Landrat Konrad Gießmann (hinten links), den Betreuern und Kreisjugendfeuerwehrwart Herbert Christ (rechts). Foto: Martin Wiegleb

Friedrichroda. Die Betreuer mit dazu gezählt, waren es am Sonnabend rund 170 für die freiwillige Feuerwehr engagierte Menschen, die sich kurz nach acht Uhr auf dem Friedrichrodaer Sportplatz einfanden. Die meisten davon Kinder und Jugendliche, eingeteilt in zwei Altersgruppen, einmal von 6 bis 10 Jahre (Bambinis) und einmal von 10 bis 18 Jahre.

Der Kreisausscheid der Jugendfeuerwehren begann mit einer kurzen Ansprache des zweiten Beigeordneten des Landkreises Thomas Fröhlich (CDU). Er ist auch ehrenamtlich mit der freiwilligen Feuerwehr sehr verbunden, denn er steht dem Stadtfeuerwehrverband der Kreisstadt vor.

Für den Kreisfeuerwehrverband begrüßten Klaus Steffen und Jugendfeuerwehrwart Herbert Christ die Teilnehmer an den Gruppen-Stafetten-Wettbewerben, dem Wissenstest, dem Leinenzielwurf und dem Knotentest.

Unter 17 Mannschaften, entsendet von neun freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet, galt es die Besten aus den beiden Altersgruppen zu ermitteln. Dabei wurde von einer Punktvorgabe je nach Durchschnittsalter der jeweiligen Mannschaft ausgegangen.

Je jünger die Feuerwehrleute einer Mannschaft, desto günstiger war die Punktvorgabe, um die Chancen der Jüngeren in der jeweiligen Altersgruppe gegenüber den älteren, schon körperlich entwickelteren und erfahreneren Feuerwehrleuten ähnliche Siegchancen einzuräumen.

So ging bei den Bambinis eine Mannschaft mit dem Durchschnittsalter von sechs Jahren mit 1020 Punkten ins Rennen, eine Mannschaft mit dem Durchschnittsalter neun Jahre jedoch mit nur 1005 Punkten. Gelegenheit, Punkte zu verlieren, gab es anschließend genug. Zum Beispiel, wenn ein Läufer zu früh startete, ein Schlauch nicht ordnungsgemäß angekuppelt wurde, eine Hürde nicht durchkrochen wurde oder die Ausrüstung nicht vollständig war.

Punktabzug entstand auch durch die für die Stafette benötigte Zeit. Auch der Wissenstest und die Station Knotentest hatten es in sich. So musste man bei letzterem den Mastwurf, den Kreuzknoten, den Schotenstich, den Zimmermannstich sowie den Ganzen und den Halben Schlag beherrschen, nach Zeit, versteht sich.

Um so bemerkenswerter ist das Ergebnis der Sieger: Die Gamstädter Bambinis und die Gamstädter Jugendfeuerwehr, denen beiden Landrat Konrad Gießmann (CDU) Siegeruhrkunde und Pokale überreichte. Die Gamstädter Bambinis gewannen mit 828 Punkten, gefolgt von Eschenbergen mit 816 und Warza mit 788 Punkten. Die Gamstädter Jugendfeuerwehr gewann mit 854 Punkten vor der ersten Langenhainer Mannschaft mit 841 und dem zweiten Neudietendorfer Team mit 839 Punkten. Die Langenhainer hatten sogar drei Mannschaften entsandt.

Der Tag klang aus mit einem gemeinsamen Mittagessen. Es gab, so Hauptorganisator Herbert Christ, Nudeln mit Feuerwehrsoße.

Die Wettbewerbe der Jugendfeuerwehren folgen einem durchdachten Rhythmus. Nach dem kreislichen Wettbewerb im Mai gibt es den Landeswettbewerb im Sommer und zur Krönung die Deutschen Meisterschaften im Herbst.

Peter Riecke / 15.05.17

   
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